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Molekulare Medizin

Dieser Studiengang schließt die Ausbildungslücke zwischen Medizin und Naturwissenschaft (Biochemie). Die Folge: Ein Mediziner ohne Patient. Kein praktizierender Arzt, sondern ein Wissenschaftler.

Das Arbeitgebiet eines Molekularmediziners ist die Forschung, mit der Krankenversorgung und der Patientenbetreuung hat er so gut wie nichts zu tun. Er interessiert sich für die Ebene der Zellen und Gene, für Blutanalysen und Enzymaktivitäten, im Labor kommt er Krankheiten auf die Spur und untersucht Heilungsmöglichkeiten. Die Fragestellungen der medizinischen Grundlagenforschung und die Methoden der Molekularbiologie und der Genomik helfen ihm zum Beispiel zu untersuchen, wie Krebs entsteht, AIDS bekämpft und Alzheimer aufgehalten werden kann.

Weder die medizinischen Fakultäten, noch die klassische Biologie konnten diesen steigenden Bedarf nach forschenden Fachkräften optimal decken. Nun wird Hand in Hand gearbeitet. Die Ausbildung erfolgt im Studiengang "Molekulare Medizin". Dieser Studiengang ist fächerübergreifend, und nicht nur bei den Studierenden beliebt. Absolventen haben auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen.

Medizinische Wissenschaftler und Projektmanager

Auf dem Stundenplan stehen Grundlagenfächer wie Organische Chemie, Physik für Mediziner, Virologie, Anatomie und Pathologie. Darüber hinaus gibt es Seminare in der Architektur von Biopolymeren, Embryologie, molekulare Humangenetik und Neurowissenschaften. Und in Projektmanagement und Europäischem Patentrecht muss ein angehender Molekularmediziner ebenfalls fit sein.

Mögliche Einsatzfelder finden Absolventen im Bereich der Molekularen Medizin an Universitäten und Forschungsinstituten, aber auch in der forschenden und entwickelnden pharmazeutischen Industrie, in der biomedizinischen Technik oder im Publikations- und Verlagswesen, in Kliniken sowie Behörden.

Viele Bewerber und wenig Studienplätze

Das große Problem ist überhaupt einen Studienplatz zu bekommen. An der Uni Erlangen lag der N.C. des letzten Jahres bei 1, 2. Es gab bei 34 Studienplätzen über 500 Bewerber, d.h. nur jeder fünfzehnte Bewerber erhielt einen Studienplatz. Die Bewerbung läuft nicht über die ZVS, sondern die Hochschulen selbst.

Für die weitere Verbesserung von Diagnostik und Therapie zeitgenössischer Krankheiten ist die Molekulare Medizin unverzichtbar. Die Zahl der Krankheiten, deren Ursache molekulargenetisch definiert werden kann, nimmt stetig zu und mit ihr der Bedarf an Forschung auf diesem Gebiet. In der Regel bekommt jeder Molekularmediziner mit einem guten Abschluss die Möglichkeit zu promovieren. Auch wenn es hier noch keine Erfahrungswerte gibt, sind die Berufsaussichten von promovierten Molekularmedizinern als sehr gut einzuschätzen (Uni Erlangen).

Wo kann man Molekulare Medizin studieren? >

Ulrike Hartmann
hartmann@no-spamstudieren.de

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