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Freiraumplanung (B.Eng.)

Hochschule Osnabrück

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Studieninhalt

Was ist Freiraumplanung?

Seit jeher versucht der Mensch große Teile seines Lebens und seines Aufenthaltes im Freien zu verbringen. Dort organisiert er das Nützliche auf eine ihm angenehme Weise. Die öffentlichen und privaten Aufenthaltsbereiche der Menschen lebenswert zu gestalten ist das grundsätzliche Ziel der Freiraumplanung. Gestaltung heißt dabei in einen kreativen Schaffensprozeß einzutreten und für den Freiraum eine besondere oder selbstverständliche Form zu entwickeln. Die Zweckmäßigkeit zu erreichen, ist dabei notwendige Voraussetzung, ist geplantes Organisieren von Ruhe und Bewegung, von Sicherheit und Erlebnis. Für das Vorhandene und Erhaltenswerte ist demgegenüber ein pfleglicher Umgang und gefühlvolle Restaurierung das Motiv der Freiraumplanung. Gestaltet und geplant wird mit den natürlichen ebenso wie mit den künstlichen Materialien. Pflanze, Boden, Holz, Metall, Stein usw. sind das große Reservoir der Baustoffe, die miteinander komponiert werden können.

Städtische Parkanlagen, Plätze, Hausgärten und viele ähnliche Bereiche wie z.B. Spielplätze und Schulhöfe sind die Schauplätze der Freiraumplanung. Um solche Anlagen von der ersten Idee bis zur ausführungsreifen Planung umzusetzen, müssen in der Regel viele interessante Arbeitsschritte bewältigt werden. Es sind die sozialen, ökologischen und technischen Aspekte, die in der Planung ebenso berücksichtigt werden wie die rechtlichen und die wirtschaftlichen. Im Entwurf und der späteren baulichen Ausführung werden diese Probleme gelöst. Zukunftsvisionen sind ein wichtiger Bestandteil der gedanklichen Auseinandersetzung mit dem Freiraum. Diese Visionen in ein praktisches Kleid zu hüllen und leidenschaftlich dafür einzutreten ist die große Herausforderung des Berufes.

Studienziel

Der Studiengang Freiraumplanung (B.Eng.) wird in enger Kooperation mit den Studiengängen Landschaftsentwicklung (B.Eng.) und Ingenieurwesen im Landschaftsbau (B.Eng.) durchgeführt. Für die Studierenden dieser Studienrichtungen wird ein gemeinsames 1. Studiensemester angeboten, in dem ein fachlicher Überblick das breite Spektrum der Landschaftsarchitektur verdeutlicht. Die Orientierung nach persönlichem Interesse an fachlichen Schwerpunkten sowie das Erfassen der gesamtheitlichen Dimension erleichtert den Studienablauf und stärkt die Kompetenz des Freiraumplaners. Innerhalb des gemeinsamen Themas Landschaftsarchitektur bildet die Freiraumplanung die Kernkompetenz und verbindet Umwelt und Baukultur.

Das Projektstudium, in dem miteinander gelernt und  ausprobiert wird, ist eine weitere Besonderheit. Dies sichert den notwendigen Praxisbezug im Zusammenhang mit theoretischen Grundlagen und fördert selbständiges Lernen und Arbeiten. Vernetztes Denken sowie eigenverantwortliches Arbeiten und Handeln sind Voraussetzungen, um beim Berufseinstieg den Anforderungen des Berufsfeldes gerecht zu werden. Sichergestellt wird der Bezug zum späteren Beruf durch eine Praxisphase von 3 Monaten.

Das Thema Pflanze, Pflanzenverwendung und Bepflanzungsplanung ist weiterer wichtiger Pfeiler im Studium der Freiraumplanung. Besonders darin liegt der Unterschied zu verwandten Planungsdisziplinen.

Schließlich können die Studierenden aus einem großen Fächerkatalog nach eigenen Vorstellungen auswählen. Sie verfeinern dadurch ihr eigenes Studienprofil.

Berufsfelder

Für das Bachelorstudium Freiraumplanung gelten die Erfahrungswerte des bisherigen Diplomstudienganges Landschaftsbau und Freiraumplanung. Die Beschäftigungsfelder sind zugleich auch die traditionellen Arbeitsfelder:

  • Planungsbüros (63%)
  • Ausführungsbetriebe(13%)
  • Behörden und Kammern (5%)
  • Bildung, Forschung, Beratung (4%)
  • Verbände (1%)
  • Sonstige Stellen (13%)

Da die Hochschule Osnabrück konsequent am Praxisbezug ihrer Ausbildungsziele festhält, hat der Bereich Landschaftsarchitektur mit seiner Vielzahl an privaten Büros großes Interesse an den Absolventen aus Osnabrück. Von den Behörden des Öffentlichen Dienstes werden vorwiegend Stellen im Ingenieurbereich des mittleren und gehobenen Verwaltungsdienstes angeboten. Neben diesen wichtigen Tätigkeitsfeldern wachsen die Aufgaben für Freiraumplaner auch in anderen Berufsgruppen.  Journalismus, Eventkultur, Visualisierung und Vermarktung in Bezug auf Garten und Landschaft sind Stichworte, die von Freiraumplanern besetzt und mit neuem Unternehmungsgeist ausgefüllt werden.

Zulassungsvoraussetzungen

Schulische Zugangsvoraussetzungen:

  • allgemeine Hochschulreife
  • fachgebundene Hochschulreife
  • Fachhochschulreife

Fachbezogene Zugangsvoraussetzungen und Auswahlverfahren:

Ein Vorpraktikum wird nicht gefordert. Übertrifft die Bewerberzahl die Zahl der Studienplätze, so entscheidet ein Auswahlverfahren über die Zulassung. Dabei werden neben der Note der Hochschulzugangsberechtigung fachbezogene Vorbildungen nach einem Bonussystem bewertet.

Positiv angerechnet werden

  • Vorkenntnisse aus den Bereichen des Garten- und Landschaftsbaus und fachverwandten Berufen,
  • Ausbildungen, deren Ziele mit Gestaltung und Kreativität verbunden sind,
  • abgeschlossene Berufsausbildungen allgemein,
  • fachbezogene Praktika,
  • Bewerbungsmappen mit Arbeitsbeispielen oder Darstellung besonderer Fähigkeiten mit Bezug zum Studiengang.

Positiv bewertet werden außerdem Kindererziehungszeiten und Auslandsaufenthalte.

Bwerbungsfrist: 15.07. zum WS

Kontakt

Prof. Rüdiger Weddige
Tel.: 0541 969-5178
E-Mail: r.weddige@no-spamhs-osnabrueck.de

Dipl.-Ing. Klaus Thierer
Tel.: 0541 969-5178
E-Mail: k.thierer@no-spamhs-osnabrueck.de

Weitere Informationen zum Studiengang erhalten Sie auf der Webseite der Hochschule
Zur Webseite >

 

 

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