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Holzverwendung - Holzverwertung (B.Sc.)

Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg (Hochschule für Angewandte Wissenschaften)

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Im Studiengang Holzverwendung - Holzverwertung wird den Studierenden ein fundiertes Bild aller Möglichkeiten der stofflichen Nutzung von Holz vermittelt. Der in enger Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer Reutlingen und wichtigen Betrieben der Holzindustrie in der Region entwickelte Studiengang Holzverwendung – Holzverwertung will zu einer effizienten, nachhaltigen und gerechten Verteilung und Nutzung der Ressource Holz beitragen. Die Nachfrage nach Holz ist weltweit ungebrochen, steigt weiter und wird auch in Zukunft ein zentrales Thema an den Rohstoffmärkten sein. Bevor es jedoch zu einer Verteilung des Rohstoffes Holz kommen kann, muss die Mobilisierung am Entstehungsort gewährleistet sein. Im Bewusstsein dieser Problematik werden die Absolventen des Studienganges an der Auflösung des Konflikts zwischen stofflicher und energetischer Nutzung arbeiten.

Inhalte des Studiums

Im Studium Holzverwendung - Holzverwertung an der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg geht es neben einer stofflich optimierten Nutzung von Holz auch um Holz als zunehmend gefragten und wertvollen Rohstoff. Dazu müssen die Studierenden die Wald- und Rohstoffressourcen weltweit und die veränderten Marktbedingungen wie etwa der Globalisierung von Beschaffungs- und Absatzmärkten kennen. Auch das veränderte Markt- und Käuferverhalten hinsichtlich Kurzfristigkeit von Entscheidungen bei Kauf und Anschaffung werden Gegenstand des Studiums sein.

Es hat sich gezeigt, dass Endkunden inzwischen ein stark verändertes Qualitätsbewusstsein bei Anschaffungen zeigen. Auf der einen Seite gibt es den Wunsch nach Exklusivität und Individualität, auf der anderen Seite den Bedarf an „low-budget“-Lösungen als Massenware. Gerade für diese Produkte mit oftmals kurzer Verwendungsdauer muss schon in der Phase der Produktion auf eine spätere Nutzung im Sinne einer Kaskade Rücksicht genommen werden. Dies gilt es rechtzeitig in der Produktionsplanung zu berücksichtigen. Weiterhin werden sich die Studierenden mit den Grundlagen der Architektur und des Holzbaus in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beschäftigen, um den optimierten und langlebigen Einsatz von Holz im Bauwesen zu gewährleisten. Dabei muss zwar berücksichtigt werden, dass die Absolventen dieses Studienganges keinen Architekten ersetzen können, aber sie werden unterstützen und beraten können. Bisher sind die Praxiserfahrungen beim Bauen mit Holz auf wenige spezialisierte Architekten beschränkt und eine Verbreitung von Wissen im Umgang mit dem Baustoff Holz ist wichtiger denn je, um den guten Ruf eines ökologisch hochwertigen Baustoffes nicht durch planerische Fehler zu gefährden.

Auch aus diesem Grunde müssen Bauphysik, Modifizierungsmöglichkeiten von Holz und Verbindungstechniken zum Inhalt des Studiums zählen. In diesen Bereichen sind immer neue Lösungen gefragt, um neue Einsatzbereiche zu erschließen und alte zu optimieren. Dies drückt sich auch in den Fächern Materialentwicklung und Change-Management aus, denn jeder Veränderung an Produkten und Vorgehensweisen eines Unternehmens muss planvoll und zielführend gemanagt werden. Zunehmende Bedeutung wird auch der sparsame Einsatz von Holz in allen Nutzungsbereichen haben. Hier seinen beispielhaft schlanke Elemente des Ingenieurholzbau als gestalterischer oder planerischer Anspruch an den Werkstoff Holz genannt. Um dies zu gewährleisten muss die am Einsatz orientierte, zuverlässige und wertschöpfende Qualitätsansprache und -sortierung an Rund- und Schnittholz ein wesentlicher Bestandteil des Studiums sein.

An diesem Beispiel lassen sich die Chancen und Möglichkeiten aus einer an einem Standort konzentrierten praxisnahen Ausbildung von Produktion (Studiengang Forstwirtschaft), energetischer Nutzung (Studiengang BioEnergie) und stofflicher Nutzung (Holzverwendung - Holzverwertung) ablesen. All diese Disziplinen müssen unter anderem auf soliden mathematisch-naturwissenschaftlichen Grundlagen aufgebaut werden. Die Fächer Physik, Chemie und Mathematik bilden daher in den ersten beiden Semestern neben den volkswirtschaftlichen Grundlagen, der angewandten EDV und der Verfahrenstechnik einen Schwerpunkt der Lehre. Diese werden ergänzt durch eine praxisbezogene Lehre über die Grundlagen der Botanik und die sichere Kenntnis über die Eigenschaften der verschiedenen Baumarten und ihrer Hölzer.

Ablauf des Studiums

Die Hochschule für angewandte Wissenschaften in Rottenburg hat alle Bachelor- Studiengänge 7-semestrig ausgelegt. Im ersten Studienjahr werden dabei die für das Fachstudium notwendigen Grundlagen vermittelt und geprüft. Nach der Erlangung des Bachelorvorzeugnisses wird dann in den Semestern 3 und 4 der erste Teil des Fachstudiums absolviert. Aufgrund der sehr guten Erfahrungen in den anderen Bachelor-Studiengängen an der Hochschule Rottenburg, ist auch im Studiengang Holzverwendung – Holzverwertung das 5. Studiensemester als Praxissemester ausgelegt. Es ist unverzichtbar nach Vermittlung der fachlichen Grundlagen einen Einblick in die Arbeit von Unternehmen und Akteuren zu erhalten. Das Praxissemester bietet den Studierenden viele Chancen. Es dient nicht nur dazu das bis dahin theoretisch erworbenes Wissen in der Praxis zu testen und zu vertiefen. Vielmehr bietet sich hier eine hervorragende Möglichkeit sich einem zukünftigen Arbeitgeber zu präsentieren. Die Erfahrung zeigt, dass gerade durch die umsichtige Auswahl des Praktikumsplatzes ein späterer Berufseinstieg erheblich vereinfacht wird.

Auf Wunsch der bei der Einrichtung des Studienganges mitwirkenden Unternehmen soll das Praxissemester bevorzugt im Ausland absolviert werden. Dies wird auch dem Aspekt der globalen Einkaufs- und Absatzmärkte für Holz gerecht. Durch ein reichhaltiges Angebot an Sprachkursen (z.B. Schwedisch, Spanisch, Englisch oder Portugiesisch) haben die Studierenden sehr gute Möglichkeiten sich auf einen Auslandsaufenthalt vorzubereiten. Nach dem Praxissemester wird der zweite Teil des Fachstudiums in den Semestern 6 und 7 absolviert. Zur Erlangung des Abschlusses „Bachelor of Sciences Holzverwendung – Holzverwertung“ ist die Anfertigung einer Abschlussarbeit vorgesehen. Viele Studierende bringen Ideen und Themen aus dem Praxissemester ein, um diese Bachelor-Arbeit, oft in Zusammenarbeit mit dem Praktikumsbetrieb, bereits in dieser Zeit, spätestens jedoch nach Abschluss des Fachstudiums anzufertigen. Parallel zu den Fächern des Fachstudiums, also ab dem 3. Semester, können die Studierenden durch die Belegung von Wahlfächern eigene Entwicklungsschwerpunkte setzen, um ein persönliches Absolventenprofil zu entwickeln. Diese Wahl muss von jedem Studierenden vorgenommen werden (Wahlpflichtfach) und findet auch im Zeitbudget des Curriculums entsprechende Berücksichtigung. Die Auswahl kann dabei aus einer in der Regel in Zusammenarbeit mit den Studierenden entwickelter Fächerangebote erfolgen.

Berufsperspektiven und mögliche Arbeitgeber

Auf ausdrücklichen Wunsch der Praxispartner aus der Holzverwendung – Holzverwertung bemüht sich die Hochschule Rottenburg ihre Studierenden als „Querdenker“ auszubilden. Das bedeutet im Falle des Studienganges Holzverwendung – Holzverwertung, dass die Absolventen in der Lage sein sollen auch komplexe Problemstellungen über die eigene Branche hinweg zu erkennen, zu analysieren und lösen zu können. Der Einsatzbereich soll sich ausdrücklich auch auf die Schnittstellen zwischen verschiedenen Akteuren der Forst-Holz-Produkt-Kette erstrecken. Wir sehen daher die möglichen Arbeitgeber unserer Absolventen im Studiengang Holzverwendung – Holzverwertung beispielhaft in den nachfolgend genannten Bereichen:

  • Sägeindustrie
  • Holzwerkstoffindustrie
  • Holzhandel (national und international)
  • Interessensverbände
  • Politik
  • Zertifizierung

Bewerbungsverfahren Holzverwendung – Holzverwertung

Die Zulassung zum ersten Studiensemester erfolgt einmal im Jahr und zwar jeweils zum Wintersemester. Die Bewerbungsunterlagen (Zulassungsantrag, amtlich beglaubigte Zeugnisse, etc.) müssen bis spätestens 15. Juli (Ausschlussfrist) an der HFR vorliegen. Eine Online-Bewerbung ist möglich.

Grundvoraussetzung für eine Bewerbung ist das Vorliegen einer Hochschulzugangsberechtigung (Abitur, Fachhochschulreife, fachgebundene Hochschulreife). Bei Bewerbung um einen Studienplatz in einem Bachelorstudiengang (= erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss), ist ein Nachweis über die Teilnahme an einem Studienorientierungsverfahren zu erbringen. Als entsprechender Nachweis gilt ausschließlich die Teilnahmebestätigung über den Selbsttest zur Studienorientierung unter www.was-studiere-ich.de.

Die Daten aller Bewerber für Holzverwendung – Holzverwertung werden in einer Rangliste sortiert. Gibt es mehr Bewerber als Studienplätze (35), werden aus dieser Rangliste 90% der Studienplätze nach der Verfahrensnote, 10% der Studienplätze nach den Wartesemestern vergeben. Die Verfahrensnote des letzten vergebenen Rangplatzes ergibt somit nach Abschluss des Vergabeverfahrens den so genannten NC (Numerus clausus).

Flyer zum Studiengang (PDF) >

Kontakt

Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg
(Hochschule für Angewandte Wissenschaften)
Schadenweilerhof
72108 Rottenburg a. N.
Tel. 07472-951-0
Fax 07472-951-200
hfr@no-spamhs-rottenburg.de
www.hs-rottenburg.de

Studienberatung


Dipl. Ing. (FH)
Hubert Binder
Tel. 07472-951- 294
binder@no-spamhs-rottenburg.de

Studiengangsleitung

Prof. Dr. Bertil Burian
Tel. 07472-951-103
burian@no-spamhs-rottenburg.de

Weitere Informationen zum Studiengang erhalten Sie auf der Webseite der Hochschule.
Zur Webseite >


Nachhaltigkeit – Basis für ein erfolgreiches Studium


Studieren am Schadenweilerhof – keine andere Hochschule bietet eine so einzigartige Atmosphäre: Persönliches Miteinander statt Massenbetrieb. Historische Mauern und modernste Forschungseinrichtungen. Umgeben von 2.500 ha Lehrwald. Die HFR ist mit ca. 850 Studierenden eine kleine aber gerade deshalb innovative Hochschule. Mit einem klaren forstwirtschaftlichen Profil und sechs zukunftsweisenden Studiengängen:

  • Forstwirtschaft, Bachelor of Science
  • BioEnergie, Bachelor of Science
  • Holzverwendung - Holzverwertung, Bachelor of Science
  • Naturraum- und Regionalmanagement, Bachelor of Science
  • Ressourcenmanagement Wasser, Bachelor of Science
  • SENCE (Nachhaltige Energiewirtschaft und -technik), Master of Science

Ziel aller Studiengänge ist ein nachhaltiges Management bei der Nutzung natürlicher Ressourcen. Für dieses zukunftsgerichtete Bildungsangebot wurde die HFR von der UNESCO inzwischen als einzige deutsche Hochschule viermal in Folge ausgezeichnet. Die enge Zusammenarbeit mit mehreren Hochschulen in der Region sowie weltweite Kontakte erschließen den Studierenden Auslandsaufenthalte und die Mitarbeit an internationalen Forschungsprojekten. Das Zukunftskonzept der HFR wurde durch den Sieg im Hochschulwettbewerb "Exzellenzstrategien" vom Stifterverband der Deutschen Wissenschaft ausgezeichnet.

 

 

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