Durch Globalisierung und EU-Erweiterung wächst der Bedarf an Dolmetscherinnen und Dolmetschern kontinuierlich. Ziel des Masterstudiengangs Konferenzdolmetschen ist es, hochqualifizierte, fachlich spezialisierte KommunikationsexpertInnen auszubilden.
Die AbsolventInnen sollen fähig sein, bei anspruchvollsten Dolmetscheinsätzen tätig zu werden: als KonferenzdolmetscherInnen bei weltweit agierenden Unternehmen, auf wissenschaftlichen Kongressen, in Ministerien und bei internationalen Organisationen (Europäische Kommission, Europäisches Parlament, Europäischer Gerichtshof, UNO usw.). Darüber hinaus werden Kenntnisse in weiteren Dolmetschformen vermittelt (z. B. Gerichtsdolmetschen, Dolmetschen bei Behörden oder sozialen Einrichtungen), um zukünftige Anforderungen des nationalen und internationalen Arbeitsmarktes erfolgreich erfüllen zu können. Neben den geforderten sprachlichen Kompetenzen und der Vertrautheit mit den kulturellen Rahmenbedingungen der konkreten Kommunikationssituation am Einsatzort besitzen KonferenzdolmetscherInnen Kenntnisse im Terminologie- und Wissensmanagement, anwendungssichere Recherchetechniken, mnemotechnische Fähigkeiten, ein sicheres Auftreten (oft vor großem Publikum) sowie Reaktionsschnelligkeit.
Berufsmöglichkeiten
Auf dem Arbeitsmarkt gibt es eine breite Palette von Tätigkeiten. AbsoventInnen des Fachbereichs finden Beschäftigungen in exportorientierten Unternehmen, internationalen Institutionen und politischen Organisationen. Hierzu zählen Aufgabenbereiche im Bundessprachenamt und in den Organen der EU.
ÜbersetzerInnnen arbeiten unter anderem in Übersetzungsbüros, Verlagen, Sprachendiensten sowie in den Bereichen Marketing und Werbung oder Touristik. Das Berufsbild diversifiziert sich zunehmend durch Globalisierung und Internationalisierung. Gesucht werden ÜbersetzerInnen, die Prozesse steuern und modifizieren können, beispielsweise im Bereich der Softwarelokalisierung, der Dokumentation, des Technical Writing, der Terminologie oder der Öffentlichkeitsarbeit transnationaler Unternehmen.
Sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor des Arbeitsmarktes gewinnen neben der fachlichen Spezialisierungsrichtung auch zunehmend soziale Kompetenzen wie Fähigkeit zur Kooperation, Teamarbeit, Kreativität, Entscheidungs- und Problemlösungsfähigkeit an Bedeutung. Der Fachbereich legt besonderes Gewicht auf solche Fertigkeiten und Schlüsselqualifikationen, um auf die erhöhten Anforderungen der Arbeitswelt reagieren zu können.
Bei einer Befragung von AbsolventInnen des Fachbereichs gab die überwiegende Mehrheit der Erwerbstätigen an, keine erheblichen Probleme bei der Findung eines Arbeitsplatzes gehabt zu haben.
Zulassungsvoraussetzungen
Grundlegende Voraussetzung für die Zulassung zum Masterstudiengang Konferenzdolmetschen ist ein abgeschlossenes erstes Studium beliebiger Fachrichtung, sofern Sie die entsprechenden sprachlichen und fachlichen Vorkenntnisse nachweisen können und die Eignungsprüfung erfolgreich absolvieren
Entscheidend sind eine sehr gute Allgemeinbildung, die hervorragende Beherrschung der Muttersprache sowie der beiden Fremdsprachen und die Begabung für das Dolmetschen (u. a. Memotechnik, Abstraktionsfähigkeit, Reaktionsschnelligkeit und Stressbelastbarkeit).
In der Regel findet die Eignungsprüfung im Juli statt.
Studieninhalte und Prüfungen
Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester. Im Laufe ihres Studiums belegen die Studierenden neun Module, verteilt auf fünf Pflichtmodule für die jeweils gewählte B-Sprache, drei Pflichtmodule für die C-Sprache sowie fächerübergreifend ein Wahlpflichtmodul »Grundlagen des Dolmetschens«.
Während der Ausbildung werden das Simultandolmetschen (gedolmetscht wird, während der Redner spricht) und das Konsekutivdolmetschen (zeitversetzt, nachdem der Redner fertig gesprochen hat) aus der B- und C-Sprache in die A-Sprache und aus der A-Sprache in die B-Sprache intensiv geübt. Gleichzeitig werden Kenntnisse und / oder Fertigkeiten u. a. in den Bereichen Dolmetschtheorie, Notationssysteme, Kabinentechnik, Terminologie, Berufsethik vermittelt.
Kontakt
Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
An der Hochschule 2
D- 76726 Germersheim
Zulassungs- und Bewerbungsverfahren:
Studierendensekretariat FB 06
Raum 103, Telefon: +497274-50835-103
Fax: +497274-50835-403
E-Mail: studsek06@uni-mainz.de
Sprechzeiten:
Montag-Freitag, vormittags 9.00 - 11.30 Uhr
Dienstag und Mittwoch, nachmittags 13.30 - 16.00 Uhr
B.A.-/ M.A.-Studienberatung:
Frau Dipl.-Übersetzerin Annica Viterale M.A.
Raum 120, Telefon: +497274-50835-520
E-Mail: a.viterale@uni-mainz.de
Sprechstunde nach Vereinbarung
Weitere Informationen zum Studiengang erhalten Sie auf der Webseite der Universität.
Zur Webseite >
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