Die Tätigkeitsfelder der Produktgestalter sind so vielfältig wie die Welt der Dinge, mit denen wir leben. Produkte entstehen handwerklich, seriell-industriell und, durch die Digitalisierung der Entwurfs-, Planungs- und Produktionsvorgänge, zunehmend auch in Mischformen dieser Prozesse.
Die vier Professoren des Studienganges Produkt-Design vertreten keine Fachgebiete im traditionellen Sinne. Sie formulieren und betreuen Projekte, deren Fokus industrienahes oder handwerkliches Produkt-Design, Interaction Design, Design und Management, Mobilität, Produkt und Umwelt, szenisches Gestalten oder Ausstellungsdesign sein kann.
Die Entwurfskriterien im Produkt-Design sind ästhetischer, semantischer, symbolischer, modischer, technischer und materialbezogener Art. Entwurfsarbeiten werden in der Regel von der Recherche aus über konzeptuelle Überlegungen, freie sensuelle Erforschungen, Skizzen, Experimente, Materialuntersuchungen, digitale Entwurfswerkzeuge bis hin zu Präsentationsdarstellungen, Modellen und Mustern entwickelt.
Neben den Aspekten der Ästhetik, Verständlichkeit, Sinnfälligkeit oder Attraktivität eines Produktes sind Produkt-Designer auch gefordert, Fragen der umsichtigen Produktion, des Energieaufwandes und der Ressourcenschonung zu bedenken und im Rahmen der Möglichkeiten zu beantworten.
Das Design hat auch Fragen zu beantworten, auf die der akademische Kunstbegriff nicht reagiert. Auf gestalterische, technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragen muss Design antworten. Die Distribution der Produkte und ihre Vermittlung durch die Medien ebenso wie die Einbindung in die Materialkreisläufe und das Nutzerverhalten sind feste Bestandteile des Entwurfs.
Besonders die elektronischen Technologien, die fest in Entwurf und Produktion verankert sind, erfordern kooperative Arbeitsweisen sowie Persönlichkeiten, die ohne qualitative Verluste Konsens untereinander erreichen.
Die pragmatische Forderung heißt: suchen, denken, experimentieren, diskutieren und zusammen arbeiten.
Nach einer Regelstudienzeit von 8 Semestern kann als erster berufsbefähigender Abschluss der Hochschulgrad »Bachelor of Fine Arts« erworben werden.
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